e-mail und dns; eine leidensgeschichte

wir betreiben in der firma einen mailgateway. der soll den ganzen schmutz (spam, phishing etc.) soweit wie möglich von den mitarbeitern fernhalten, weil die meistens ziemlich kindlich reagieren und allen scheiss öffnen und auch überall draufklicken was sie in der mailbox oder den emails sehen.
gut, die verlassen sich halt drauf, dass meine kolleginnen, kollegen und ich dass ganze böse zeug von ihnen fernhalten.

damit der mailgateway das schlechte vom guten unterscheiden kann, macht der verschiedene prüfungen. das fängt damit an, dass er erstmal versucht rauszubekommen, wer ihm da eigentlich ein mail andeckeln will und in wessem auftrag der andere mailserver handelt.
es hört dann damit auf, dass das einzelne email durchgekramt wird, ob da irgendwas drin ist, was wir nicht haben wollen.
kann man sich so ein bisschen vorstellen, wie passkontrolle und zollkontrolle an einer staatsgrenze (falls sich da noch welche dran erinnern können).

mit dem rauskriegen, wer da ein mail einliefern will und unter wessen flagge fängt das elend schonmal an.
das macht der mailgateway mit hilfe des wunderbaren, mysteriösen dns im grossen, weiten internet. und da muss der mailgateway korrekte und schlüssige angaben finden, sonst kommt ihm die kontaktaufnahme des anderen mailservers suspekt vor. und mit suspekten objekten darf unser mailgateway nicht reden. das haben wir e-mail administratoren ihm verboten.

email braucht im wesentlichen drei angaben aus dem dns, nämlich der mx-record der sender domain, die a-records für die versendenden hosts und die ptr-records der sendenden hosts. und die müssen zueinander passen!
optional kann eine vierte angabe aushelfen, der spf-record der domain, wenn der mx-record keine auskünfte über den versendenden host enthalten soll.
im prinzip ist das recht easy, das korrekt einzustellen.

die praxis zeigt gerade bei kmu, die sich in die hände von irgendwelchen dienstleistern oder consultants begeben müssen, weil keine eigene it, ein erschreckendes bild von fehlkonfigurationen.
fast jeden tag schlägt bei uns ein supportfall auf, bei dem wir emails von einem absender nicht entgegennehmen. bei der analyse stellen wir dann bei der hälfte der fälle fest, dass consultants, dienstleister oder admins nicht in der lage sind, valide angaben im dns zu hinterlegen.

ganz besonders schlimm wird’s bei firmen die microsofts office365 benutzen. obwohl microsoft nun fast “grossmuttertauglich” in den dokus zu office365 beschrieben hat, wie man das setup für email machen soll, tun es die von den kmu beauftragten “office365-consultants” nicht. man könnte denken, die können nicht lesen oder nur maximal  5 absätze lesen. und wenn ich dann erfahre, was die für ihren pfusch für stundensätze aufrufen, dann verschlägt es mir fast den atem. da wo ich herkomme, nennen wir sowas betrug!

hier nun mein appell an e-mail admins, consultants und sonstige typen die mit der einrichtung von e-mail zu tun haben:

BITTE CHECKT EURE DNS-ANGABEN!
PRÜFT DIE AB UND ZU MAL NACH!
DENKT BEI UMSTELLUNGEN DARAN, DIE DNS-ANGABEN ANZUPASSEN!

und wenn ihr unsicher seid, oder nicht wisst was man da wie einstellen soll: recherchiert im internet oder fragt jemanden, der davon ahnung hat. eure kunden / e-mailbenutzer werden euch dankbar sein.

Saucisson Vaudois nach Stefan

Das Originalrezept nur mit Lauch und Kartoffeln plus etwas Zubehör war mir etwas zu fad. Da die “Wurst der Würste” einen sehr guten kräftigen Eigengeschmack hat, habe ich das Originalrezept einfach aufgemotzt. Die Zubereitung ist denkbar einfach.

Die Menge ist für 4 Personen, die Hunger haben.

Zutaten:

  • eine Saucisson Vaudois
  • eine kleine Stange Lauch
  • eine mittelgrosse Zwiebel
  • 2 – 3 Karotten
  • Sellerieknolle (gleiche Menge wie die Karotten)
  • 3 – 4 Kartoffeln, mittelgross
  • ein mittelgrosser Wirsingkohl oder ein kleiner Wirsing und ein anderer kleiner Kohl (Weisskohl, Rotkohl, Spitzkohl etc.)
  • ein Esslöffel Instantbrühe (Fleischbrühe, Rinderbrühe oder Gemüsebrühe, was da ist)
  • drei Lorbeerblätter
  • 5 – 8 Pimentkörner
  • Pfeffer und Salz
  • 3 Esslöffel Rapsöl
  • frische Kräuter (Petersilie, Kerbel oder so)

Es werden keine besonderen Geräte benötigt.

Zwiebel schälen und würfeln. Karotten schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Sellerie putzen, holzige Stellen wegschneiden und in kleine Würfel schneiden. Öl im Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebeln, Sellerie und Karotten anschwitzen, ab und zu umrühren. Lauchstange längs halbieren, gründlich waschen und quer in Streifen schneiden in den Topf geben. Kartoffeln schälen und würfeln auch in den Topf geben und mit anschwitzen, immer wieder mal umrühren. Wenn das Gemüse Farbe annimmt (goldgelb, nicht braun) etwas Wasser angiessen, Pfeffer und etwas Salz zugeben. Kohlkopf halbieren, Strunk rausschneiden, in daumendicke Scheiben und dann in Stücke schneiden. Kohl in den Topf geben mit Wasser aufgiessen bis knapp unterhalb des Gemüses. Lorbeer, Piment und Instantbrühe dazugeben, umrühren. Die Saucisson Vaudois oben auf die Zutaten legen. Deckel auf den Topf, Hitze auf kleinste Stufe runterdrehen. Die Suppe soll nur simmern, nicht wirklich kochen, sonst platzt die Wurst. Nach 20 Minuten die Wurst mal umdrehen, Suppe umrühren, ggf. etwas Wasser nachgiessen, Topf wieder schliessen. Nach weiteren 20 Minuten mal kosten, ob die Karotten etc. weich sind, ggf. noch weitere 10 – 15 Minuten ziehen lassen.
Wenn die Zutaten weich sind, abschmecken ggf. nachwürzen. Die Wurst im Topf mit Gabel, Messerspitze, etc. mehrmals anstechen, damit das Fett rausläuft. Wurst aus dem Topf nehmen, in mundgerechte Stücke schneiden und auf den Tellern verteilen oder wieder zurück in den Topf. Gemüse auf die Wurst bzw. das Ganze aus dem Topf schöpfen, garnieren und servieren.

Tipp:
Man kann auch zwei Würste in die Suppe geben (wenn 4 Männer essen wollen 😉 )
Wer will piekst die Wurst an bevor sie in den Topf kommt. Das Fett tritt dann früher aus und simmert mit dem Gemüse gemeinsam. Die einen meinen, das gibt mehr Geschmack ans Gemüse, die anderen sagen die Wurst wird dann trocken. Ansichtssache!

notfrass01

Zutaten:
1 Schnitzel ca. 100gr (Schwein, Hähnchen, was da ist)
1 gelbe Paprikaschote (oder 0,5 rot + 0,5 gelb grün, was da ist)
1 Lauchzwiebel oder kleine Zwiebel
Fett zum Braten
Butter
1 El Cantadou Knoblauch-Kräuter (Kräuter-Frischkäse o.ä.)
Aijvar (vlt. auch Sambal Oelek)

Zubereitung:
Pfanne heiss werden lassen, währenddessen Paprika und Zwiebel kleinschneiden. Fett in die Pfanne, Schnitzel und kleingeschnittenes Gemüse dazu. Gemüse öfter wenden, Schnitzel wenden, wenn die Unterseite angebraten ist. Gemüse wenden, Schnitzel aus der Pfanne nehmen, wenn es auf der zweiten Seite auch gut angebraten ist. Gemüse schwenken, ein Stückchen Butter und Cantadou und 2 El Aijvar (Sambal nur wenig, max. 1 Tl) zugeben. Alles gut durchmischen, bis der Cantadou geschmolzen ist. Dann über das Schnitzel geben. Fertig!
Wer hat, gibt noch ein paar Kräuter drüber. Eine Scheibe Brot dazu, ggf. Pfeffer und Salz. Guten Appetit!

Mengenangaben sind ungefähr…

Stefans Kartoffelsuppe

So richtige Mengenangaben kann ich hier nicht machen, da ich die meisten Suppen/ Eintöpfe nach Gefühl fabriziere. Die Mengen sind meist für 3 – 4 Personen, die satt werden sollen.

Zutaten:

1 kleine Stange Lauch
1 Zwiebel (klein – mittelgross)
2 Mohrrüben
Kartoffeln (je nach Personenzahl)
Creme Fraiche
Instantbrühe (Rinder- oder Gemüsebrühe oder Boullion)
frischer Kerbel
etwas Petersilie
Lorbeerblatt
Piment
Majoran
Pfeffer
Salz
Fett/ Öl zum Anschwitzen (Rapsöl o.ä.)
Wiener Würstchen oder andere Wurst (je nach Geschmack und Personenzahl)

Geräte:
Pürierstab
ausreichend grosser Topf
Kochgarn

Los geht’s:
Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden. Von der Lauchstange die äusseren Blätter entfernen, Blattenden und Wurzelansatz abschneiden, die Lauchstange längs halbieren. Die Lauchstange unter fliessendem (kalten) Wasser gründlich waschen (Sand richtig rauswaschen!). Von einem Lauchblatt vom grünen Teil ein ca 10 cm langes Stück aufheben. Ein 5 cm langes grünes Stück der einen halben Lauchstange beiseite legen (Deko), restlichen Lauch in 5 mm Scheiben/ Streifen schneiden. Wenn es keine kleine Lauchstange gab, dann nur die halbe Lauchstange verarbeiten, Menge Lauch zu Möhren 1:2 – 1:1. Möhren putzen, längs halbieren und in 5 mm dicke Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen und in ca. 2 – 3 cm Würfel schneiden. Öl im Topf erhitzen (mittlere Hitze), Zwiebel, Möhren und Lauch anschwitzen (5 – 10 Minuten), mit gemahlenem Pfeffer und wenig! Salz würzen. Immer mal gut umrühren. Wenn die ersten Zutaten anfangen gerade anfangen goldgelb zu werden, etwas Majoran (Vorsicht, nicht zuviel) und die Kartoffelwürfel hinzufügen und kurz (max. 3 Minuten) mit anschwitzen, dann mit Wasser auffüllen, bis die Zutaten bedeckt sind. Deckel auf den Topf. Zwei Lorbeerblätter und ein paar Pimentkörner in den 10 cm Lauchstreifen legen, zu einem kleinen Päckchen zusammenlegen, mit Kochgarn zusammenbinden. (Man kann die Lorbeerblätter und die Pimentkörner auch einfach so mit in den Topf schmeissen, aber man hat dann später die Mühe, die Teile vor dem Pürieren wieder aus der Suppe zu fischen.)
Das Päckchen und Instantbrühe zur Suppe geben. Die Menge der Instantbrühe richtet sich nach der Menge Wasser, die man vorher dazugegeben hat, wenn man das mit einem Messbecher gemacht hat, kann man besser schätzen, sonst eher etwas weniger als man meint, wir schmecken später nochmal ab. Auf die Uhr schauen oder Küchenwecker auf 20 Minuten einstellen.
Wenn das Wasser kocht, kann die Hitze runtergestellt werden, wenn es leicht köchelt, reicht das aus. Kerbel und Petersilie hacken, das 5 cm Lauchstück in 1 – 2 mm Streifen schneiden (quer). Wurst in 5 mm Scheiben schneiden, ggf. vorher längs halbieren, die Wurststücken sollen später gut auf einen Esslöffel passen .
Nach ca. 15 Minuten mal die Suppe verkosten (!!Heiss!!). Mit Brühe, Pfeffer und Salz abschmecken, aber dran denken, das die Wurst später auch noch Würze beisteuert. Noch 5 Minuten kochen lassen. Wenn die Kartoffeln und Möhren weich sind, den Topf vom Herd nehmen. Etwa die Hälfte der Flüssigkeit in ein geeignetes Gefäss abgiessen und aufheben. Das Päckchen mit den Lorbeerblättern und Pimentkörnern aus der Suppe holen und entsorgen. (Wer für’s Päckchen zu faul war, viel Spass beim Suchen!) 🙂
Alles gut pürieren, ggf. etwas von der Brühe wieder zufügen, bis eine glatte, nicht zu flüssige Konsistenz erreicht ist. Topf bei ganz kleiner Hitze wieder auf den Herd, reichlich 1/2 Becher Creme Fraiche und die Wurst dazugeben und unter Rühren nochmal 3 -5 Minuten erwärmen. Wenn die Suppe noch etwas zu dick ist, noch etwas von der Brühe zufügen und umrühren bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zum Schluss die Kräuter und die Lauchstreifen zufügen, nochmal umrühren und auftischen.

Man kann am Anfang auch etwas gewürfelten Staudensellerie mit andünsten. Eine feine Note bekommt die Suppe auch, wenn man etwas geriebene Muskatnuss oder ein ganz kleines Stück Peperoni dazu gibt. Anstelle von Kerbel kann man auch Schnittlauch nehmen.